Versicherungsfall in der Unfallversicherung 2020

Um einen Versicherungsfall handelt es sich in der privaten Unfallversicherung dann, wenn auf die versicherte Person ein Unfallereignis plötzlich, von außen und unfreiwillig einwirkt und eine Verletzung hervorruft. Die Abgrenzung zwischen Verletzung und Unfallereignis ist jedoch nicht immer ohne Probleme möglich.

So handelt es sich laut Versicherungsverband beispielsweise auch um einen Unfall, wenn eine starke Kraftanstrengung an den Gliedmaßen oder an der Wirbelsäule Muskeln, Kapseln, Bänder oder Sehnen gedehnt oder gezerrt werden. Das körperlich schädigende Unfallereignis wirkt im Gegensatz zu einer Krankheit nur zeitlich begrenzt auf den Körper des Versicherungsnehmers ein.

Die Unfallursache, die den Versicherungsfall in der privaten Unfallversicherung begr√ľndet, muss aufgrund fremder Einwirkungen oder durch menschliches oder technisches Versagen hervorgerufen worden sein.¬†

Versicherungsfall Unfallversicherung
Versicherungsfall in der Unfallversicherung

Bildet hingegen eine Eigenbewegung des Versicherten die Ursache f√ľr die Verletzung des Versicherungsnehmers, kann es zu Beschr√§nkungen der Versicherungsleistung kommen. Eine solche Eigenbewegung kann vorliegen, wenn z. B. bei der Aus√ľbung eines Sports eine gro√üe Kraftanstrengung betrieben wurde, die in der Folge eine Verletzung und eine k√∂rperliche Beeintr√§chtigung nach sich zieht.

Um zu vermeiden, dass ein Unfallhergang nicht klar rekonstruiert werden kann, sind manche Versicherungsgesellschaften dazu √ľbergegangen, den Schutz ihrer Policen im Falle spezieller oder h√∂herer Risiken des Versicherungsnehmers im Vorhinein zu erweitern.

Kapitalsumme oder lebenslange Rente im Versicherungsfall der Unfallversicherung

Nach dem Eintritt eines Versicherungsfalls muss der Versicherte seine Unfallversicherung umgehend kontaktieren. Immerhin hat die Unfallversicherung den Zweck, den Versicherungsnehmer im Schadensfall, ggf. sogar im Falle einer Teil- oder Vollinvalidität, finanziell abzusichern.

Entweder es kommt im Schadensfall zur einmaligen Auszahlung einer zuvor vertraglich vereinbarten Kapitalsumme oder zur Zahlung einer lebenslangen Unfallrente. Hier kommt dann vor allem zum Tragen, ob sich der Versicherungsnehmer im Vorhinein f√ľr eine lineare Unfallversicherung oder f√ľr eine Unfallversicherung mit Progression entschieden hat. Denn sollte der Versicherte eine schwere Invalidit√§t erleiden, wird er nur im Rahmen einer privaten Unfallversicherung mit Progressionsstaffel eine √ľberdurchschnittlich hohe Versicherungsleistung erhalten.

Zus√§tzlich zum Risiko einer Invalidit√§t und zum progressiven Modell kann beispielsweise auch die Todesfolge gegen eine h√∂here Versicherungspr√§mie innerhalb der privaten Unfallversicherung abgedeckt werden. In diesem Versicherungsfall w√ľrde dann eine vereinbarte Todesfall Summe an die Hinterbliebenen des verstorbenen Versicherungsnehmers ausgesch√ľttet werden. Voraussetzung f√ľr eine derartige Todesfallleistung ist, dass der Versicherte seinen Unfallfolgen innerhalb von 12 Monaten nach dem Unfallereignis erliegt.

 

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