Bergungskosten als Option in der Unfallversicherung 2020

Unter Bergungskosten versteht man den finanziellen Aufwand, der nach einem Unfall durch die Ma├čnahmen zur Rettung des Unfallopfers entsteht. Die ├ťbernahme dieser Bergungskosten wird im Rahmen des Vertragsabschlusses einer privaten Unfallversicherung h├Ąufig als Zusatzleistung angeboten.

Es kommt aber auch vor, dass Bergungskosten bis zu einer festgelegten Summe bereits in den Versicherungsvertrag zur privaten Unfallversicherung integriert sind. In diesem Fall w├Ąren die Bergungskosten beitragsfrei mitversichert.

Da sie jedoch ├╝berwiegend als Zusatzoption gew├Ąhlt werden m├╝ssen, zieht dies auch eine etwas h├Âhere Versicherungspr├Ąmie nach sich. F├╝r alle Menschen, die gern Wintersportarten nachgehen, segeln oder an ebenso schwer zug├Ąnglichen Orten wandern, macht es meist Sinn, die Bergungskosten mitzuversichern.

Bergungskosten Unfallversicherung
Bergungskosten als Option in der Unfallversicherung

Schlie├člich k├Ânnen die Kosten f├╝r eine Rettung oder Bergung schnell ein immenses Ausma├č annehmen, wenn in luftigen Bergh├Âhen oder zu Wasser ein Unfall passiert. Bei den Bergungskosten kann es sich beispielsweise um die Suche nach einem vermissten Verungl├╝ckten handeln oder auch um Eins├Ątze zur Rettung oder Bergung des Unfallopfers.

Ebenso fallen die Kosten f├╝r den Transport des Gesch├Ądigten in eine Klinik oder zu sich nach Hause in den Bereich der Bergungskosten. Vor allem entstehen jene Kosten also durch Rettungsmannschaften, z. B. auch aufgrund des Einsatzes von Suchhunden oder durch sonstige Bergungsarbeiten.

Sollte die versicherte Person durch ein Unfallereignis innerhalb Deutschlands sterben, w├╝rde die private Unfallversicherung f├╝r die ├ťberf├╝hrung des Toten nach Hause aufkommen. Sollte sich der t├Âdliche Unfall in einem anderen Land ereignen, k├Ânnen die Angeh├Ârigen zwischen der ├ťberf├╝hrung des Versicherungsnehmers nach Hause und einer vom Versicherer ├╝bernommenen Beisetzung vor Ort w├Ąhlen.

Bedingungen f├╝r Bergungskosten Leistungen in der Unfallversicherung

┬áDie Grundvoraussetzung f├╝r Leistungen aus der vereinbarten Zusatzoption ÔÇ×BergungskostenÔÇť ist ein pl├Âtzlich auftretendes und unerwartetes Unfallereignis. Dar├╝ber hinaus m├╝ssen nach diesem Unfall durch die Eins├Ątze von Bergungs-, Such- oder Rettungsteams Kosten entstanden sein.

Ob die Ma├čnahmen von einem privaten oder ├Âffentlich-rechtlichen Rettungsdienst durchgef├╝hrt werden, spielt f├╝r die ├ťbernahme der Bergungskosten keine Rolle. Wird der Versicherungsnehmer von der Unfallstelle in die n├Ąchste Klinik oder auch eine Spezialklinik transportiert, ist nachzuweisen, dass diese ├ťberf├╝hrung medizinisch notwendig und durch einen Arzt angeordnet worden ist.

Ebenso sind bei der R├╝ckf├╝hrung der versicherten Person an seinen Wohnort spezielle Bedingungen zu erf├╝llen. Schlie├člich bedeutet dieser Transport einen Mehraufwand, der mitunter betr├Ąchtliche Kosten f├╝r die Unfallversicherung entstehen l├Ąsst.

Wiederum ist f├╝r diese R├╝ckf├╝hrung entweder die Anordnung durch einen Arzt erforderlich oder alternativ muss dieser Mehraufwand verletzungsbedingt als unvermeidlich einzustufen sein. Auch wenn das Opfer bei dem Unfall ums Leben kommt und in seinen Heimatort ├╝berf├╝hrt werden soll, muss Selbiges nachgewiesen werden.

Die H├Âhe, bis zu welcher die Bergungskosten durch die Unfallversicherung ├╝bernommen werden, wird im Vorhinein vertraglich vereinbart. Sollte der Fall eintreten, dass ein Versicherter mehr als nur einen Vertrag im Segment der privaten Unfallversicherung unterzeichnet hat, so kann er die Bergungskosten nur aus einem der vorliegenden Vertr├Ąge beziehen.

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