Private Unfallversicherung und gesetzliche Unfallversicherung 2020

Wer √ľber die gesetzliche Unfallversicherung, kurz GUV, abgesichert sein will, ben√∂tigt lediglich einen Arbeitsvertrag und wird in der Folge automatisch als Versicherungsmitglied gef√ľhrt.

Allerdings ist der Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung nicht umfassend, sondern auf den unmittelbaren beruflichen Kontext bzw. auf die berufliche Situation und den Arbeitsweg beschränkt.

Die private Unfallversicherung hingegen sch√ľtzt den Versicherungsnehmer zeitlich unbegrenzt, also rund um die Uhr und auch √∂rtlich unbegrenzt, also weltweit. Die Beitragszahlungen werden zudem unabh√§ngig von weiteren Policen f√§llig, die der Versicherungsnehmer evtl. dar√ľber hinaus abgeschlossen hat, wie etwa unabh√§ngig von einer Berufsunf√§higkeitsversicherung.

Dieses impliziert bereits, dass eine private Unfallversicherung keinesfalls mit einer Berufsunf√§higkeitsversicherung gleichzusetzen ist. Zwar √ľberschneiden sich beide Versicherungen in Teilen. Grunds√§tzlich gilt aber, dass es sich um zwei komplett unterschiedliche Versicherungsarten handelt. Denn die Unfallversicherung wird nur dann leisten, wenn ein Unfall die Ursache f√ľr die Sch√§digung des Versicherungsnehmers ist. Ob die Versicherung leistet, wird unabh√§ngig von der Frage gehandhabt, inwieweit der Gesch√§digte nach dem Unfall noch seinem Beruf nachgehen kann.

Die private Unfallversicherung bietet finanziellen Versicherungsschutz bei Unfällen

Private Unfallversicherung Versicherungsschutz
Private Unfallversicherung – Versicherungsschutz und Leistungsfall

Jeder Mensch kann ganz unerwartet durch einen Unfall aus seinem bisherigen Leben gerissen werden. Die private Unfallversicherung bietet den Vorteil, dass man als Geschädigter selbst dann von den Versicherungsleistungen profitieren kann, wenn sich eine Invalidität erst später manifestiert.

Vorausgesetzt allerdings, dass ein Jahr als zeitlicher Rahmen vorgegeben wird und ein Arzt sp√§testens drei Monate sp√§ter die Unfallfolgen best√§tigt. Die private Unfallversicherung leistet neben dem Falle einer Invalidit√§t auch bei Tod des Versicherungsnehmers. Dann wird eine Summe an die Hinterbliebenen ausgesch√ľttet, damit diese den durch diesen Verlust entstehenden finanziellen Engpass minimieren k√∂nnen.

Doch nicht nur im Todesfall, auch bei Invalidit√§t eines Angeh√∂rigen entstehen meist finanzielle N√∂te. F√ľr diesen Ernstfall ist es ratsam, im Vorhinein eine Versicherungssumme zu vereinbaren, die gen√ľgend Schutz bietet. Hierbei ist zu beachten, dass die Vertragsbedingungen in jedem Fall eingehalten werden m√ľssen. Ansonsten kann es dazu kommen, dass es im Ernstfall zu Einschr√§nkungen der Versicherungsleistung kommt oder sogar zu einem Leistungsausschluss.

Wer sich beispielsweise des Drogenmissbrauchs oder Alkoholkonsums schuldig macht, ist nicht mehr abgesichert. Ebenso wenig abgedeckt sind Unfälle, denen eine Bewusstseins- oder Geistesstörung als Ursache zugrunde liegt.

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