Die Meldefristen in der Unfallversicherung 2021

Damit ein privater Unfallversicherer bei einem Schadensfall auch wirklich leistet, m├╝ssen bestimmte Voraussetzungen gem├Ą├č der Versicherungsbedingungen erf├╝llt sein. Der Unfall und damit die Gesundheitssch├Ądigung m├╝ssen sich nicht nur unfreiwillig ereignen, auch die Wahrung der Meldefrist f├Ąllt unter Voraussetzungen der Leistungserbringung, die sogenannten Wirksamkeitsvoraussetzungen.

Denn nur, wenn diese Bedingungen f├╝r die Inanspruchnahme von Versicherungsleistungen erf├╝llt sind, hat der Versicherte Anspruch auf Leistungen aus seiner Unfallversicherung. Die Meldefrist sieht vor, dass ein Unfall-Ereignis binnen 48 Stunden bei der Versicherungsgesellschaft anzuzeigen ist.

Sicherlich liegt es auf der Hand, dass besonders im Fall eines schwerwiegenden Unfall-Ereignisses vieles so viel wichtiger erscheint. Dem Einhalten der Meldefristen sollte aber unbedingt Rechnung getragen werden, da dem Versicherungsnehmer ansonsten weitreichende finanzielle Konsequenzen drohen.

Unfallversicherung Meldefristen
Meldefristen in der Unfallversicherung

Im Gegensatz zum Unfall-Ereignis an sich m├╝ssen gesundheitliche Einschr├Ąnkungen von Dauer, die die Folgen eines Unfalls sind, erst binnen eines Jahres der Unfallversicherung angezeigt werden.

Sollte der Versicherte diese 12 Monate verstreichen lassen, verliert er m├Âglicherweise seinen Leistungsanspruch aus der privaten Unfallversicherung. In diesem Fall w├╝rde auch ggf. die Stellungnahme, dass die gesundheitlichen Beeintr├Ąchtigungen nach Verstreichen des Jahres noch nicht deutlich abzusch├Ątzen waren, unter Umst├Ąnden nichts n├╝tzen.

Die Meldefristen m├╝ssen im Leistungsfall eingehalten werden

Dies belegen einige Prozesse, in denen Versicherungsnehmer von ihrem privaten Unfallversicherer einen Leistungsanspruch durchsetzen wollten, obwohl sie die Meldefrist nicht eingehalten hatten.

Die Versicherer gehen meist als Sieger aus dem Gerichtssaal. Als Begr├╝ndung f├╝hren die Gerichte an, dass eine Vers├Ąumnis der Meldefrist und damit eine sehr sp├Ąte Mitteilung des Unfallhergangs es der Versicherungsgesellschaft ungleich erschwert, die Umst├Ąnde des Unfalls zu rekonstruieren und nachvollziehen zu k├Ânnen.

Da es mitunter aufgrund der Meldefrist zu Gerichtsprozessen zwischen Versicherer und Versicherungsnehmer kommt, sind einige Gesellschaften dazu ├╝bergegangen, die verh├Ąltnism├Ą├čig kurze einj├Ąhrige Meldefrist f├╝r Dauersch├Ąden bei Unfallversicherungen freiwillig zu verdoppeln oder zu verdreifachen.

Im Falle eines Unfall-Ereignisses, also im Leistungsfall, sollte der Versicherungsnehmer zun├Ąchst einen Arzt konsultieren, dessen Weisungen befolgen und dann schnellstm├Âglich ÔÇô binnen der 48-st├╝ndigen Meldefrist ÔÇô seinen Versicherer von dem Unfall in Kenntnis setzen.

Gleiches gilt auch f├╝r die Hinterbliebenen bei Eintreten des Todes des Versicherungsnehmers. Sollte der Versicherte nicht unverz├╝glich nach dem Unfall, sondern erst innerhalb der einj├Ąhrigen Meldefrist an den Unfallfolgen sterben, so ist dies dem Versicherer ebenso unverz├╝glich zu melden.

Meldung an die Unfallversicherung nach einem Unfall

Es ist die Regel, dass der Versicherungsnehmer nach Meldung des Unfalls ein Formular vonseiten seines Versicherers erh├Ąlt, das wahrheitsgem├Ą├č und vollst├Ąndig ausgef├╝llt an die Unfallversicherung zur├╝ckgeschickt werden muss.

Darin muss der Versicherte das Unfall-Ereignis in allen Einzelheiten beschreiben. Der behandelnde Mediziner wird nach Abschluss der ├Ąrztlichen Versorgung ein Gutachten erstellen, aus dem hervorgeht, ob bei dem Versicherten eine Invalidit├Ąt infolge des Unfalls vorliegt.

Dieses Gutachten ist gemeinsam mit dem schriftlichen Zahlungsantrag auf Versicherungsleistungen an den Versicherer zu ├╝bersenden. Der Versicherer hat das Recht, die Leistungen zu verw├Ąhren, wenn das ├Ąrztliche Gutachten nicht innerhalb der gesetzten Frist vorliegt.

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