Letzte Aktualisierung: 08.08.2017

 

Unfallversicherung | Versicherungsfall

Unfallversicherung Versicherungsfall

Um einen Versicherungsfall handelt es sich in der privaten Unfallversicherung dann, wenn auf die versicherte Person ein Unfallereignis plötzlich, von außen und unfreiwillig einwirkt und eine Verletzung hervorruft. Die Abgrenzung zwischen Verletzung und Unfallereignis ist jedoch nicht immer ohne Probleme möglich. So handelt es sich laut Versicherungsverband beispielsweise auch um einen Unfall, wenn eine starke Kraftanstrengung an den Gliedmaßen oder an der Wirbelsäule Muskeln, Kapseln, Bänder oder Sehnen gedehnt oder gezerrt werden. Das körperlich schädigende Unfallereignis wirkt im Gegensatz zu einer Krankheit nur zeitlich begrenzt auf den Körper des Versicherungsnehmers ein. Die Unfallursache, die den Versicherungsfall in der privaten Unfallversicherung begründet, muss aufgrund fremder Einwirkungen oder durch menschliches oder technisches Versagen hervorgerufen worden sein. Bildet hingegen eine Eigenbewegung des Versicherten die Ursache für die Verletzung des Versicherungsnehmers, kann es zu immensen Beschränkungen der Versicherungsleistung kommen. Eine solche Eigenbewegung kann vorliegen, wenn z. B. bei der Ausübung eines Sports eine große Kraftanstrengung betrieben wurde, die in der Folge eine Verletzung und eine körperliche Beeinträchtigung nach sich zieht. Um zu vermeiden, dass ein Unfallhergang nicht klar rekonstruiert werden kann, sind manche Versicherungsgesellschaften dazu übergegangen, den Schutz ihrer Policen im Falle spezieller oder höherer Risiken des Versicherungsnehmers im Vorhinein zu erweitern.

Unfallversicherung - Kapitalsumme, Rente oder erweiterter Schutz mit Todesfallleistung

Unfallversicherung Versicherungsfall
Unfallversicherung - Was ist
ein Versicherungsfall?
Nach dem Eintritt eines Versicherungsfalls muss der Versicherte seine Unfallversicherung umgehend kontaktieren. Immerhin hat die Unfallversicherung den Zweck, den Versicherungsnehmer im Schadensfall, ggf. sogar im Falle einer Teil- oder Vollinvalidität, finanziell abzusichern. Entweder es kommt im Schadensfall zur einmaligen Auszahlung einer zuvor vertraglich vereinbarten Kapitalsumme oder zur Zahlung einer lebenslangen Unfallrente. Hier kommt dann vor allem zum Tragen, ob sich der Versicherungsnehmer im Vorhinein für eine lineare Unfallversicherung oder für eine Unfallversicherung mit Progression entschieden hat. Denn sollte der Versicherte eine schwere Invalidität erleiden, wird er nur im Rahmen einer privaten Unfallversicherung mit Progressionsstaffel eine überdurchschnittlich hohe Versicherungsleistung erhalten.

Zusätzlich zum Risiko einer Invalidität und zum progressiven Modell kann beispielsweise auch die Todesfolge gegen eine höhere Versicherungsprämie innerhalb der privaten Unfallversicherung abgedeckt werden. In diesem Versicherungsfall würde dann eine vereinbarte Summe an die Hinterbliebenen des verstorbenen Versicherungsnehmers ausgeschüttet werden. Voraussetzung für eine derartige Todesfallleistung ist, dass der Versicherte seinen Unfallfolgen innerhalb von 12 Monaten nach dem Unfallereignis erliegt.

 

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