Letzte Aktualisierung: 08.08.2017

 

Unfallversicherung | Progressionsstaffel

Unfallversicherung - Progressionsstaffel zur Leistungsbemessung

Unter anderem anhand der Progressionsstaffel bemisst sich die Leistung im Invaliditätsfall. Weitere Kriterien sind der medizinisch attestierte Invaliditätsgrad und selbstverständlich die zuvor im Versicherungsvertrag vereinbarte Progression. Zunächst wird der Invaliditätsgrad anhand der Gliedertaxe ermittelt. In der Folge wird die festgelegte Progressionsstaffel hinzugezogen. Eine Progression sichert vor allem hohe Invaliditätsgrade ab. Diese Vereinbarung zieht nach sich, dass bei einem geringen Grad an Invalidität auch eine verhältnismäßig geringe Deckungssumme ausgezahlt wird. Denn meistens erhält der Versicherungsnehmer bei einer Invalidität bis zu 25 % den entsprechenden Anteil an der Grundsumme. Bei darüber liegenden Graden an Invalidität greift dann die vereinbarte Progression, die Werte zwischen 225 und 1000 Prozent annehmen kann. Sie bedeutet, dass im Fall einer schwerwiegenden Invalidität ein Vielfaches der vereinbarten Deckungssumme ausgezahlt wird. Welche Progressionsstaffel gewählt wird, obliegt dem Versicherungsnehmer. Unfallversicherung Progressionsstaffel
Progressionsstaffel in der
Unfallversicherung

Unfallversicherung mit Progression - Höhere Versicherungsleistung bei schwerer Invalidität

Diese hohen Zahlungen aus einer Unfallversicherung machen Sinn, weil die finanziellen Aufwendungen, die im Falle einer schweren bis hin zu einer Vollinvalidität vom Versicherungsnehmer und dessen Angehörigen getätigt werden müssen, immens hoch sein können. Unumgängliche Investitionen können beispielsweise behindertengerechte Umbaumaßnahmen in der bisherigen Wohnung oder am PKW sein, Anschaffungen wie Rollstuhl und Krankenbett oder auch die Entlohnung einer Haushaltshilfe. Hinzu kommt, dass häufig große Verdienstausfälle ausgeglichen werden müssen.

Wer durch ein besonders riskantes Hobby einem weitaus höheren Risiko der Invalidität ausgesetzt ist, sollte den Versicherungsabschluss einer Unfallversicherung mit einer Progressionsstaffel in Erwägung ziehen. Je nach persönlicher Lebensführung und den damit einhergehenden Risiken sollte also auch die Versicherungsart gewählt werden. Im gleichen Zug kann zusätzlich eine dynamische Komponente in der Unfallversicherung ratsam sein. Bei diesem Modell steigt die Grundsumme im Zeitverlauf und schützt den Versicherungsnehmer damit vor Wertverlusten durch Inflation. Gleicher Anstieg gilt allerdings auch für die zu entrichtenden Versicherungsprämien.

 

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