Letzte Aktualisierung: 08.10.2017

 

Unfallversicherung | Kurkostenbeihilfe

Unfallversicherung mit Kurkostenbeihilfe

Wer die Kurkostenbeihilfe in seine Unfallversicherung integrieren möchte, kann dies bei manchen Versicherungsgesellschaften kostenlos tun, bei anderen muss mit einer Erhöhung der Prämie gerechnet werden. Manchmal handelt es sich bei ihr um eine kostenpflichtige Zusatzversicherung, manchmal ist sie Teil des Leistungskatalogs der privaten Unfallversicherung. Hinzu kommt, dass die Kurkostenbeihilfe keineswegs eine Standardleistung ist – dementsprechend bieten einige Versicherer diese zusätzliche Option im Rahmen der privaten Unfallversicherung gar nicht erst an. Im Rahmen der Kurkostenbeihilfe übernimmt der Versicherer meist jene Kosten einer Kur, die nicht bereits durch die gesetzliche Krankenkasse des Versicherungsnehmers übernommen werden. Einige Versicherer bieten auch die Auszahlung der gesamten vereinbarten Versicherungssumme an, ohne Rücksicht darauf zu nehmen, wie teuer die Kur tatsächlich war. Abhängig vom Vertrag erhält der Versicherungsnehmer also entweder eine pauschale Versicherungssumme als Kurkostenbeihilfe oder einen Zuschuss zu den Kurkosten. Als Zusatzleistung kann die Kurkostenbeihilfe also durchaus sehr sinnvoll sein.

Unfallversicherung - Voraussetzungen für die Zahlung der Kurkostenbeihilfe

Unfallversicherung Kurkostenbeihilfe
Kurkostenbeihilfe als Baustein der
Unfallversicherung
Die Kurkostenbeihilfe in der Unfallversicherung ist – wie alle anderen Zusatzoptionen auch – an das Ereignis eines Unfalls gebunden. Widerfährt dem Versicherungsnehmer also ein Unfall, so wird die Kurkostenbeihilfe in der zuvor vertraglich festgehaltenen Höhe ausgezahlt. Allerdings sind neben dem Eintreten eines Unfalls weitere Bedingungen zu erfüllen. Beispielsweise muss die Kur zur Beseitigung oder zumindest zur Linderung der Folgen des Unfalls notwendig sein. Diese Notwendigkeit muss von einem Arzt bescheinigt werden. In dem ärztlichen Attest muss zum Ausdruck kommen, dass die Kur in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Unfall und den daraus resultierenden Beeinträchtigungen der versicherten Person steht. Die Kur muss als notwendige medizinische Maßnahme erkennbar sein. Zeitlich ist zu beachten, dass die Kurkostenbeihilfe nur gewährt wird, wenn die Kur binnen 36 Monaten nach dem Unfall beginnt und sich über einen Zeitraum von wenigstens drei Wochen erstreckt. Maßnahmen zur Rehabilitation des Versicherungsnehmers, die den Fokus auf die Behandlung der Unfallfolgen durch Ärzte und Therapeuten legen, gelten nicht als Kur.

 

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